Groenhagen wird Deutscher Duathlon Vizemeister in Ulm


Emder muss sich ehemaligem Profi geschlagen geben

Ulm/RHÖ – Am vergangenen Wochenende ging es für Achim Groenhagen zum Powerman Ulm zur Deutschen Duathlon Meisterschaft über die Langdistanz, mit 10 Kilometer Laufen, 80 Kilometer Radfahren und nochmals wieder 20 Kilometer Laufen zum Abschluss. Bei der letzten Ossiloop Etappe und im anschließenden Training auf dem Rad einige Tage später, bei sehr nassen und kalten Temperaturen, hatte Groenhagen sich noch eine leichte Erkältung eingefangen. Diese konnte er aber bis zum Start bei der Deutschen Meisterschaft wieder auskurieren.

Zunächst ging es auf der Laufstrecke gemeinsam in einer Vierergruppe an der Donau entlang in den Wettkampf hinein. Mit 35:45 Minuten bewältigte der Emder die 10 Kilometer und lief als Erster seiner Altersklasse (AK) 45 in die Wechselzone des Donau Stadions ein, um auf das Rad zu steigen. Auf dem Rad waren dann 80 Kilometer zu absolvieren, mit teils bis zu sehr knackigen 20 Prozent Steigungen. Groenhagen hatte extra sein Kettenblatt auf die Anforderungen der Radstrecke ausgerichtet, um mit einer optimalen Übersetzung die harten Anstiege gut bewältigen zu können. In solch einem Anstieg zog dann Sebastian Retzlaff vom TV Grenzach Triathlon an Groenhagen vorbei. Retzlaff kommt ursprünglich aus dem Profibereich und hat neuerdings eine Klasse tiefer gemeldet. Die hohen Temperaturen von über 30 Grad ließen bei den Athleten den Schweiß ordentlich rinnen. Hierbei bereiteten die Temperaturen dem Emder noch weitere Probleme, die mit Klebeband am Rad befestigten Mineralsalztabletten hatten sich aufgelöst und standen ihm im laufenden Wettkampf nicht mehr zur Verfügung. Im abschließenden Lauf über die 20 Kilometer konnte der Ostfriesland Triathlet des MTV Aurich die Laufzeit auf Retzlaff wieder erneut unterbieten. Der Rückstand von Groenhagen war aber dennoch auf der Radstrecke zu groß geworden. Zudem hatte er noch zusätzlich, ohne seine eingenommenen Mineralien, mit starken Krämpfen auf der Laufstrecke, durch den Salzverlust, zu kämpfen. „Da musste ich mich diesmal richtig quälen um den Wettkampf noch erfolgreich beenden zu können. Das war eine völlig neue ungewohnte Erfahrung für mich.“, so der Läufer der LG Harlingerland nach dem Wettkampf. Dabei war er dann aber selbst über die trotzdem noch gute Zeit erstaunt. Mit einer Zeit von 4:08:08 Stunden waren Groenhagen und Trainer Ralf Lindschulten mehr als zufrieden. „Sebastian Retzlaff war auf dem Rad einfach zu stark für mich, dem konnte ich heute nichts entgegensetzen.“, so Groenhagen im Resümee anerkennend. Am Ende des Wettkampfes war es der Deutsche Vizemeistertitel in seiner Altersklasse (AK45). In der Gesamtwertung verpasste Groenhagen das Podest hinter Retzlaff, Sieger wurde der dreißigjährige Felix Köhler, der kürzlich erst den Europameistertitel gewonnen hatte. Jetzt gilt es für Achim Groenhagen ausreichend zu regenerieren, bevor es in einigen Wochen zur 70.3 Triathlon Europameisterschaft nach Dänemark geht. In Ulm begegnete der Emder noch zufällig dem Ossiloop Organisator Edzard Wirtjes, der sich dort erholte.